
Jetzt sind also auch die letzten 60 Watt Glühbirnen vom Markt. Während einige deutsche Politiker immer noch versuchen, das Glühbirnenverbot der EU auszuhebeln verlagern die Glühbirnenfanatiker ihr Feindbild von der Energiesparlampe (Quecksilbergehalt, Recyclingprobleme, mangelnde Lichtqualität) inzwischen auf die von der Industrie favorisierten LED-Lampen (mangelnde Lichtqualität, Gefahrstoffe, Elektronikschrott). Die LEDs allerdings machen inzwischen riesige technologische Sprünge. Wie so oft in der Greentech-Welt gehen auch hier die wichtigsten Innovationen von kleinen Startups aus. Eines davon hat es diesen Monat sogar auf den Titel des Wired-Magazins geschafft: die Switch-Birne. 
Eine schicke Hochleistungs LED-Birne, die sehr hell und sehr angenehm strahlt. So angenehm, dass sie bei Vergleichstests der liebgewonnenen Glühbirne regelmäßig die Show stiehlt. Damit sie das sehr lange tun kann, werden die LEDs von einer speziellen Kühlflüssigkeit gekühlt, die laut Hersteller ökologisch unbedenklich ist. Finanziert wird das Startup von Vantagepoint, einem Investor, der bereits Tesla, Better Place und eine Vielzahl weiterer Cleantech-Pioniere co-finanziert hat. Die lesenswerte Titelgeschichte in Wired schildert die Hintergründe der Entwicklung.
Und nicht nur die Nerds bei Wired zeigen sich fasziniert von der LED. Auch die SuperNerds bei Google springen auf den Zug auf und haben gerade eine LED-Birne von Lighting Science präsentiert, die sich mit Android-Smartphones steuern lässt.


Da bleibt dann für Glühbirnenfreunde wohl doch nur die Nostalgie und das dazu passende Buch.


